„Ein Land, das sich weigert, die Reichen angemessen zu besteuern, fährt gegen die Wand.“ (Thomas Piketty)
Trotz Wirtschaftsflaute nimmt die Zahl der Milliardäre, z.Zt. 256, und Multimillionäre in Deutschland und deren Vermögen rasant zu. Dies hat weitreichende Folgen für Demokratie, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Im gleichen Maße wie der Reichtum zunimmt, nimmt auch die Armut zu. Nach dem neuesten Armuts- und Reichtumsbericht gelten 18 % der deutschen Bevölkerung als arm und 2% der Bevölkerung gehen wöchentlich zur Tafel, weil sie nicht genügend zu essen haben. Unter diesen Verhältnissen ist eine funktionierende Demokratie und Wirtschaft auf Dauer nicht zu gewährleisten.
Vermögen bedeutet Macht und in einer funktionierenden Demokratie muss diese Macht Kontrolle erdulden. Dieses Verhältnis wurde in D und der EU weitgehend umgedreht. Heute wird kaum noch Gesetz verabschiedet ohne die Zustimmung der Superreichen. Dies gilt insbesondere für Gesetze zu Umwelt, Klima, Verbraucherschutz und Steuern. Finanziell schwachen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für Geneinwohlinteressen einsetzen, bleibt dann nur die Möglichkeit des gerichtlichen Klageweges.
Puchheim, im Januar 2026
Adolf Caesperlein