Bürger beteiligen statt heimlich Standorte für CO2-Endlager suchen

Liebe Klimafreundin, lieber Klimafreund,

408 mögliche CCS-Standorte gibt es laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften (BGR) in Deutschland: Standorte, die sich für die unterirdische Endlagerung von CO2 eignen würden. Bisher weigerte sich das Bundesamt, diese Standorte bekannt zu geben — heute wurden sie unter anderem vom Spiegel veröffentlicht. Bei uns können Sie nachschauen, ob nach Ansicht des BGR auch in Ihner Nähe ein Endlager für CO2 möglich sein soll.

Der BUND kritisiert die bisherige Geheimhaltung der Standortliste. Demnächst soll das CCS-Gesetz, das die CO2-Lagerung möglich machen soll, ins Bundeskabinett eingebracht werden. Offensichtliches Ziel: Industrie und Politik bereiten systematisch die kommerzielle CO2-Endlagerung vor, und das hinter dem Rücken der Bevölkerung. Wir fordern, umgehend alle potentiell betroffenen Gemeinden und Regionen zu informieren — und zwar vor der Kabinettsberatung. CCS ist klimapolitisch kontraproduktiv und gefährlich. Hier finden Sie alle Hintergründe zu den Risiken:

Innenminister zurückpfeifen - Bürger beteiligen!


Während mögliche CCS-Endlager-Standorte bisher verheimlicht wurden, will die Bundesregierung in den Genehmigungsverfahren die Beteiligungsrechte der Bürger weiter einschränken: Nach einem aktuellen Gesetzentwurf würde der bisher verpflichtende öffentliche Erörterungstermin bei der Planung von Großprojekten abgeschafft. Auch CO2-Endlager und die damit verbundenen Pipelines könnten damit ohne öffentliche Erörterung gebaut werden. Jetzt Online-Aktion unterstützen...

Viele Grüße aus Berlin,

Thorben Becker, Eva Karcher und Norbert Franck
für das BUND-Klimateam

rev: 1.1 2011-02-17 10:00:18 +0000