Deutsche Waffen im Arabischen Frühling


Amnesty International berichtet


In erheblichem Umfang haben deutsche Firmen Waffen in den Nahen Osten und nach Nordafrika geliefert, die dort zur Unterdrückung friedlicher Proteste eingesetzt werden. AI berichtet, dass von 2005 bis 2009 Waffenexporte für mindestens 77 Millionen Euro mit der Genehmigung der Bundesregierung stattgefunden haben. Es handelte sich im wesentlichen um Kleinwaffen, Munition und militärische Fahrzeuge, die jetzt zur Niederschlagung von Demonstrationen eingesetzt werden. „Diese Lieferungen wurden genehmigt, obwohl schon damals ein erhebliches Risioko bestand, dass mit diesen Waffen Menschenrechte verletzt werden“, sagt der Amnesty-Militärexperte Mathias John. Neben Deutschland werden 16 weitere Staaten als Lieferanten kritisiert.

rev: 1.1 2011-10-19 14:08:22 +0000